Kölner Stadtanzeiger 06. Mai 2009

Wildkatzen in der Schule in Heide

Von Bettina Jochheim

Die Brühler Jugendorganisationen verlassen nach und nach die Villa Kaufmann, das einstige Haus der Jugend. Die Stadt möchte die Immobilie am Volkspark verkaufen.


Brühl – Nun wird es ernst: Auch die „Wildkatzen“, die „Condore“ und die „Sperber“ verlassen in Kürze das Brühler Haus der Jugend, also die „Villa Kaufmann“, in Brühl. Wie Jugendamtsleiter Lorenz Schmitz im Jugendhilfeausschuss mitteilte, werden der Mädchenstamm „Wildkatzen“ und die beiden Jungenstämme „Condor“ und „Sperber“ des Pfadfinderbunds Mosaik (DPBM) noch im Mai den Vertrag für ihr neues Quartier unterzeichnen. Es ist die alte Schule an der Villestraße in Heide, in der in der Vergangenheit vor allem Flüchtlinge untergebracht waren. Die Menschen, die zuletzt noch dort gelebt hätten, seien in anderen Quartieren untergekommen, sagt Brühls Kämmerer Dieter Freytag.

Bekanntlich will sich die Stadt Brühl mittelfristig von der Immobilie „Villa Kaufmann“ am Volkspark trennen. In den vergangenen Jahren war dort der Brühler Nachwuchs der SPD, der CDU, der Grünen und der FDP beheimatet. Zudem trafen sich die Brühler Pfadfinder dort, der Stadtjugendring (sjr) hatte dort sein Büro. Nachdem die Stadt vor etwa zwei Jahren eine Beteiligung an den Betriebskosten gefordert hatte, zogen sich die politischen Gruppierungen aus dem Haus der Jugend zurück. Es blieben die Pfadfinder und der sjr.

Die überkonfessionell organisierten Pfadfinder des DPBM bezögen Räume im Erdgeschoss sowie in der ersten Etage in der alten Schule an der Villestraße. Unberührt von ihrem Einzug bleiben die Arbeiterwohlfahrt sowie die Bewohner der Mietswohnungen unter dem Dach, so Freytag. Noch gebe es dort einige Dinge zu regeln, doch Freytag geht davon aus, dass die Pfadfinder noch im Mai mit der Herrichtung des Hauses beginnen können.

Zuschuss

Für den gemischten katholischen Stamm „Kurfürst“, der der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) angehört, gibt es inzwischen auch eine neue Unterkunft. Die jungen Menschen treffen sich in einem Aufenthaltsraum der katholischen Kirche St. Stephan an der Rheinstraße. Um ihre Materialien zu lagern, wurden zwei Garagen angemietet, für die die Stadt einen Zuschuss gewährt.

Der Stadtjugendring wird bekanntlich in das neue Brühler Jugendkulturhaus „Cultra“ an der Schildgesstraße ziehen. „Wir finden es sehr bedauerlich, dass das Haus der Jugend aufgelöst wird“, sagte David Miron, Vorsitzender des sjr. Gleichwohl findet er die neuen Lösungen für die einzelnen Organisationen begrüßenswert.

Auch die Junge Union (JU), die nach Auskunft ihres Vorsitzenden Peter Grebarsche 65 Mitglieder hat, wird künftig wieder ein offizielles Büro haben. Sie bezieht gemeinsam mit der CDU das neue Bürgerzentrum an der Uhlstraße 117.

Die übrigen Jungpolitiker seien zurzeit personell nicht so ausgestattet, dass sie offizielle Räume bräuchten, oder begännen gerade erst wieder, sich neu zu formieren, ist aus den Reihen ihrer „Mutterparteien“ zu hören.


 

 
 

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