Bundestagskandidatin Gabi Molitor

Gabriele Molitor

FDP

Lebenslauf

 

Warum Politik? Warum ich?

Als gebürtige Kölnerin bin ich vor mehr als 10 Jahren mit meiner Familie nach Erftstadt gezogen. Hier fühlen wir uns alle sehr wohl und k������������������nnen uns keine bessere Heimat vorstellen. Als Stadtratmitglied in Erftstadt habe ich meine ersten Erfahrungen als aktive Politikerin gemacht. Mein Mandat in meiner Heimatstadt habe ich auch nach meiner Wahl in den Bundestag beibehalten. Immerhin sind es die Städte und Gemeinden, die am Ende Entscheidungen der Bundespolitik vor Ort umsetzen sollen. Da ist es wichtig, ständig in Kontakt mit meinen Kollegen und den Bürgern vor Ort zu sein.

Mein zweites politisches und persönliches Standbein befindet sich in Euskirchen. Mit dem FDP-Kreisverband der Stadt verbinden mich seit langen Jahren politische und freundschaftliche Beziehungen. Auch mein Wahlkreisbüro befindet sich hier in Euskirchen. Insgesamt sind beide Städte für mich die Heimat – sowohl persönlich als auch politisch – die mir die Kraft für meine Arbeit gibt. Mein Bundestagsmandat habe ich folgerichtig auch in dem gemeinsamen Wahlkreis 93 – Euskirchen-Erftkreis II – errungen.

 

Unsere Fragen…

1.) Warum kandidieren Sie für den Bundestag?

2009 wurde ich das erste Mal in den Deutschen Bundestag gewählt. Meine Aufgabe erfüllt mich trotz manch schwieriger Entscheidung mit viel Freude. Ich möchte daran mitwirken, dass Deutschland stark bleibt. Und das geht nur mit uns, der FDP.

2.) Was sind die Ziele Ihrer Partei?

Mein Plakatslogan lautet: Chancen statt Schuldenberge. Damit ziele ich darauf ab, dass ein ausgeglichener Bundeshaushalt kein Geld für Schuldzinsen aufbringen muss und dieses Geld z.B. in Kinderbetreuung oder in das Bildungssystem gesteckt werden kann. Außerdem stimmt der Spruch: Auf Schuldenbergen kann man nicht spielen. Unseren Kindern Schulden zu hinterlassen, ist verantwortungslos. Deshalb werden wir noch im September den ersten Bundeshaushalt seit 40 Jahren einbringen, der ohne neue Schulden auskommt. Eine Zäsur!

Bei der Eurorettung müssen wir den eingeschlagenen Kurs beibehalten. Schutzschirme werden für die L������nder aufgespannt, die Reformen angehen. Europa kann nur dann ein führender Kontinent in der Welt sein, wenn er wettbewerbsf��hig ist und Produkte auf den Weltm��rkten anbietet, die gefragt sind. Deshalb sind öffentliche und private Investitionen in Forschung und Technologie so wichtig.

Eine Gesellschaft mit immer mehr älteren Menschen steht auch sozialpolitisch vor großen Herausforderungen. Unsere Sozialsysteme wirksam zu erhalten, ist eine wichtige Aufgabe. Die FDP ist zu Recht die Partei der SOZIALEN Marktwirtschaft, weil sie mit Augenmaß auch Modelle privater Vorsorge mit staatlichen Sicherungsmechanismen kombiniert.

3.) Was, glauben Sie, sind die größten Sorgen junger Menschen in Deutschland? Und was wollen Sie dagegen tun?

Insgesamt sorgen sich junge Menschen vermutlich am meisten um ihre persönliche Zukunft, die natürlich eng von den Bedingungen im Land insgesamt abhängt. Ich halte es deshalb f��r wichtig, mehr Geld in Bildung zu investieren, damit jeder eine gute Schulausbildung bekommt und einen Berufsabschluss erlangen kann. Es geht um gleiche Chancen, die jedermann für sich nutzen kann.  Mehr Geld für Bildungsinvestitionen können wir dann ausgeben, wenn wir mit dem Geld der Steuerzahler solide wirtschaften.

4.) Was halten Sie von der Senkung des Wahlalters auf 16 oder 14 Jahre? Wie können sich Jugendliche in der Bundespolitik einbringen?

Ich finde die gegenwärtige Regelung gut, dass bei Landtagswahlen ab 16 Jahren gew��hlt werden darf und bei Bundestagswahlen mit 18 Jahren parallel mit der sogenannten Vollmündigkeit.

5.) Was verstehen Sie unter einer „Eigenständigen kohärenten Jugendpolitik“ und was halten Sie von der Idee?

Der gesellschaftliche, technische und wirtschaftliche Wandel der letzten Jahrzehnte eröffnet den Jugendlichen heute mehr Chancen als jemals zuvor. Gleichzeitig stellt dieser Wandel die Jugendlichen aber auch vor neue Herausforderungen. Der demographische Wandel, die mit der Globalisierung ansteigenden Anforderungen an Wissen und Kompetenzen, die Beschleunigung und Verdichtung der Bildungsbiographie und die stärkere Heterogenisierung der Jugendphase erfordern auch von der Jugendpolitik ein Umdenken.

W��hrend in der Vergangenheit die Kinder- und Jugendpolitik als ein gemeinsamer Politikbereich betrachtet wurde, wird diese Betrachtungsweise den komplexen Lebenswelten von Jugendlichen nicht länger gerecht. Ich verstehe unter einer �������eigenständigen koh��renten Jugendpolitik“  eine Jugendpolitik, die nicht länger als Problem- und Krisenpolitik gesehen wird, sondern eine Zukunftspolitik darstellt. Sie darf sich dabei nicht von anderen Politikfeldern vereinnahmen lassen und muss noch breiter  aufgestellt werden. Dabei verlangt sie eine eigenständige Betrachtung der Jugendphase.  Sie unterstützt Jugendliche, wo es nötig ist, und befähigt sie, ohne zu bevormunden. Es ist ihre zentrale Aufgabe, Chancen zu er����ffne,  ohne die Freiheit Einzelner einzuschränken oder bestimmte Lebensentwürfe und -modelle zu bevorzugen.  Dies gilt insbesondere für den Übergang von der Schule in Ausbildung und Be- ruf, der für alle Jugendlichen eine zentrale Weichenstellung auf dem Weg in das Erwachsenenleben ist. Es muss dabei vor allem verstärkt darauf geachtet werden, dass die Politik für Jugendliche nicht über deren Köpfe hinweg, sondern gemeinsam mit Ihnen gestaltet wird. Die Jugendlichen sind die besten Experten für Ihre Wünsche, Ärgernisse und Ängste. Die Politik allein kann die eigenständige Jugendpolitik nicht gestalten, sondern muss die verschiedensten Akteure – Jugendverbände, Bildungsträger, Unternehmen, Medien – mitnehmen.

 Wenn man sich einmal genau anschaut, was wir geschafft haben, erkennt man: Das ist keine schlechte Bilanz. Wir haben uns mit der Einführung des Führerscheins ab 17 verstärkt dem Aspekt der sicheren Mobilität Jugendlicher gewidmet. Wir haben mit dem Deutschlandstipendium und der Sommerferienjobregelung daf����r gesorgt, dass sich Leistung eben auch für junge Menschen lohnt. Wir haben das BAföG erh����ht und mit der Weiterführung des Programms „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ dafür gesorgt, dass auch diejenigen Jugendlichen berücksichtigt werden, die es nicht immer ganz leicht haben. Das alles sind Punkte ��� man könnte das fortf����hren -, an denen man deutlich machen kann, dass in dieser Legislaturperiode schon viel passiert ist und viel auf den Weg gebracht wurde.

6.) Wie wollen Sie ehrenamtliche Jugendarbeit zukünftig fördern?

Wir hatten im Jahr 2009 im Durchschnitt 68 000 Zivildienstleistende; heute haben wir ������ber 80 000 Freiwillige, die einen großen Dienst absolvieren, und das ohne jeden Zwang. Das zeigt, dass das Konzept Freiwilligendienst funktioniert und dass junge Menschen in unserem Land bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Die Jugendfreiwilligendienste sind seit jeher ein Angebot, das allen Jugendlichen Chancen und Möglichkeiten eröffnet, den eigenen Horizont zu erweitern, wertvolle Erfahrungen zu sammeln und sich persönlich wie beruflich zu orientieren. Sie tragen damit zur Bildungsfähigkeit und Persönlichkeitsbildung von Jugendlichen und jungen Menschen bei.

Der von CDU, CSU und FDP beschlossene qualitative wie quantitative Ausbau der Jugendfreiwilligendienste und der Aufbau des neuen Bundesfreiwilligendienstes haben in diesem Sinne die Bildungsfähigkeit junger Menschen gestärkt und zusätzliche Angebote zur persönlichen Entwicklung geschaffen.

Bereits 2010  hat die Koalition die ���Nationale Engagementstrategie��� verabschiedet. Engagement soll besser gefördert, stärker vernetzt und allen zugänglich gemacht werden und eine lebendige Anerkennungskultur hervorrufen. Danach wurde in 2011 mit der Schaffung des BFD (Bundesfreiwilligendienst) für alle Altersgruppen sowie dem enormen Ausbau der Jugendfreiwilligendienste ein bedeutender Akzent gesetzt. Wir haben 2012 den Ersten Engagementsbericht “Für eine Kultur der Mitverantwortung” für Deutschland erstellt, der Bedeutung und Wert des bürgerschaftlichen Engagements für eine moderne Gesellschaft und ihre Wandlungsprozesse hinterfragt und einen besonderen Focus auf das Engagement von Unternehmen legt. Der kommende Zweite Engagementsbericht der Bundesregierung wird erstmals eine thematische Verzahnung mit dem in Auftrag gegebenen 7. Altenbericht der Bundesregierung beinhalten. Hieraus kann man ersehen, welche hohe Bedeutung die Koalition diesem Feld einräumt.

Mit dem neuen Ehrenamtsgesetz haben wir dann 2013 für Vereine und Engagierte deutliche steuerrechtlichen Erleichterungen geschaffen, B����rokratie abgebaut und Haftungsrisiken begrenzt. Das Ehrenamtsgesetz bildet einen praktikablen und transparenten Rechtsrahmen, stärkt und würdigt die Tätigkeit von ��ber 23 Millionen engagierten Bürgern in fast 600.000 Vereinen und rund 19.000 Stiftungen. Dazu haben wir Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale auf 2400 bzw. 720 Euro erhöht und beispielsweise Haftungsrisiken für Engagierte beseitigt. All diese Aspekte unterstützen die Ehrenamtler nicht nur in der Jugendarbeit. Diesen erfolgreichen Weg wollen wir auch in der neuen Legislaturperiode weiter gehen.

7.) Nennen Sie drei Argumente, warum junge Menschen Ihnen ihre Stimme geben sollten!

Die christlich-liberale Koalition hat  in der auslaufenden Legislaturperiode viel erreicht und bewiesen, wie gut die Rahmenbedingungen in unserem Land insgesamt sind.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf war und ist uns Liberalen ein besonderes Anliegen. Deswegen haben wir uns von Anfang an dafür eingesetzt, dass der Bund sich über die im Rahmen des Krippengipfels 2007 getroffenen Vereinbarungen beim Ausbau der Kindertagesbetreuung hinaus engagiert. Daher bringen wir ein zusätzliches Paket von 580 Millionen Euro in den Bundestag ein, mit dem Ziel, weitere 30.000 Betreuungsplätze zu schaffen. Darüber hinaus haben wir uns mit einer Fülle von Initiativen, zum Beispiel f����r Betriebskindergärten und familiengerechten Arbeitszeitmodellen, für Eltern, Kinder und deren Interessen in der Arbeitswelt eingesetzt. Wir sind die erste Koalition, die sich das Ziel gesetzt hat, die Jugendpolitik stärker zu akzentuieren, und haben daher mit der „Allianz für Jugend” einen systematisch aufgebauten Dialog mit allen für dieses Zukunftsthema relevanten Akteuren in Gang gebracht. Erste Erfolge dieser Politik, wie die Stärkung des Projektes U18-Wahl oder der Führerschein ab 17, sind bereits vorhanden. Mit über 13 Milliarden Euro investiert diese Koalition mehr als jede andere Regierung in der Geschichte unseres Landes in Bildung und Forschung und hat mit der BAföG-Reform, dem Deutschlandstipendium, dem Hochschulpakt II, dem Programm Bildungsketten und etlichen anderen Initiativen viel für bessere Bildungschancen getan.

In den nächsten vier Jahren wird es weiter darum gehen, unser Bildungssystem weiter zu optimieren. Dabei ist das Thema der Durchlässigkeit sehr wichtig. Immer noch ist es bei uns so, dass Bildungserfolge von Kindern und Jugendlichen weitgehend davon abhängen, wie engagiert und gut situiert das Elternhaus ist. Der Aufbau von Ganztagsschulen muss weiter vorangetrieben werden. Es muss aber auch darum gehen, jungen Menschen den Wert von Bildung nahe zu bringen.


 

 
 
'